Hallo liebe BIW- und CIW-Studenten,
 
ihr wartet bestimmt schon lange auf die Klausurtermine für das Sommersemester 2017. Seit Kurzem könnt ihr die endgültigen Termine auf der Fachschaftshomepage finden. Warum hat die Klausurterminierung so lange gedauert? Am Ende der Vorlesungszeit des vergangenen Sommersemesters (2016) wurde von der Professorenschaft angestoßen, die schriftlichen Prüfungen vorlesungsnah zu schreiben. Dies führte zu einer längeren Diskussion zwischen Professoren und Fachschaft sowie innerhalb der Fachschaft. 
 
Wir als Fachschaft haben uns gegen eine Verkürzung der Klausurenphase für reguläre Prüfungen ausgesprochen, wenn sich der Stil von Vorlesungen, Übungen und Klausuren nicht ändert und angepasst wird. In einem Arbeitskreis – bestehend aus Prof. Dr.-Ing. Kind, Prof. Dr.-Ing. Schuchmann, Prof. Dr.-Ing. Wetzel, Dr.-Ing. Freudig und zwei studentischen Vertretern aus der Fachschaft – haben wir diese Meinung vertreten. Ebenso haben wir unsere Bedenken in den Gesprächen geäußert: was passiert, wenn das neue Konzept schiefgeht oder ein Dozent nicht mitzieht? Bleibt das Niveau erhalten? Ist der Studiengang noch studierbar? 
 
Wir schlagen den Prüfungsausschüssen seit langem Prüfungstermine vor und kennen uns mit den Problemen bei der Klausurterminplanung bestens aus. Es müssen verschiedene Dinge unter einen Hut gebracht werden: angemessene Vorbereitungszeit auf jede reguläre Klausur, keine 2 Klausuren an einem Tag. Die Klausurtermine müssen auf jeden Studiengang abgestimmt sein (z.B. HM1, HM2, HM3 wird zusammen mit MACH , MIT , MatWerk geschrieben). Für die Klausuren müssen passende Hörsäle gefunden werden (Anzahl an Plätzen = 6 x Teilnehmerzahl). Eine Klausur darf nicht stattfinden, wenn die Institutsmitarbeiter auf Konferenzen, Tagungen oder im Urlaub sind. Die Verfügbarkeit von Laborplätzen muss gewährleistet sein. Vorleistungen für Praktika sollten zweimal vor dem jeweiligen Praktikum angeboten werden.
 
Am 14.10.16 gab es eine Kickoff-Veranstaltung „Vorlesungsnahe Prüfungen“. Dazu wurden alle Dozenten eingeladen. In einem nachfolgenden Workshop haben die Dozenten des ersten Bachelor- und Mastersemesters mit dem Lenkungsausschuss diskutiert, was sie an ihren Lehrveranstaltungen im WS 16/17 verändern können, um das neue Lehr- und Klausurkonzept umzusetzen. Zwei Mitarbeiterinnen der Abteilung Personalentwicklung und Berufliche Ausbildung (PEBA) haben den Dozenten Handwerkszeug an die Seite gegeben, um ihre Veranstaltung aufzuwerten.
 
Im KIT-Fakultätsrat Chemieingenieurwesen und Verfahrenstechnik am 21.12.16 wurden Leitlinien zur Umstellung des Lehr- und Klausurkonzeptes verabschiedet. Diese haben wir als Fachschaft erwirkt. Herr Prof. Dr.-Ing. Kind leitet den aus dem Arbeitskreis entstandenen Lenkungsausschuss und kümmert sich um die Bedenken von Studenten und Dozenten sowie um Probleme, die mit der Umstellung des Lehr- und Klausurkonzeptes entstehen oder schon entstanden sind. Liudmila Anthofer arbeitet seit Aufnahme ihrer Arbeit an der KIT-Fakultät aktiv im Lenkungsausschuss mit und kommuniziert mit Instituten, wenn eine Klausur aufgrund von Engpässen (Hörsaal, Labore, Mitarbeiter) an dem vorgeschlagenen Termin nicht stattfinden kann.
 
Die Umstellung beginnt im Bachelor mit dem Jahrgang, der im WS 16/17 sein Studium aufgenommen hat, und im Master ab dem WS 16/17. Für diejenigen, die sich im WS 16/17 im 3. oder höheren Semester befinden, kommt es zu keinen Veränderungen gegenüber den vorigen Semestern (nur ab dem Wechsel vom Bachelor zum Master). Die Klausurplanung nach neuem Konzept sieht vor, dass die Klausuren, deren Vorlesung während des Semesters stattfand, zuerst geschrieben werden und danach die nicht-regulären Klausuren folgen. Somit besteht nach den regulären Klausuren die Möglichkeit, Urlaub, Praktikum, Werksstudent zu machen oder Klausuren nachzuschreiben. Die Leitlinien besagen, dass keine Pflichttermine (z.B. Klausureinsicht) in der „freien“ Zeit liegen dürfen.
 
Von uns Studenten wird von professoraler Seite nun gefordert, dass wir während des Semester aktiv mitarbeiten und die Veranstaltungen während der Vorlesungszeit vor- und nachbereiten. Dafür dürfen wir von Dozenten fordern, dass sie von uns während des Semesters Feedback einholen, die Übungen Klausurniveau haben und in den letzten zwei Vorlesungswochen verstärkt auf die Klausur vorbereitet wird.
 
In den Leitlinien steht geschrieben, dass sich die Notenverteilung im Vergleich zu den Vorjahren nicht verschlechtern darf. Da keine Erfahrungswerte für das neue Konzept vorhanden sind, setzen wir uns als Fachschaft dafür ein, dass die Leitlinien eingehalten werden. Dafür brauchen wir Rückmeldung von euch:
 
Wir haben eine Umfrage erstellt. Bis 25.01.2017 könnt ihr daran teilnehmen.
 
In der nächsten Ausgabe der Fachschaftszeitung „SchärferBitte“ berichtet Prof. Dr.-Ing. Kind zu dem Thema.
 
 
Wir wünschen euch allen einen guten Start in das neue Jahr 2017.
Eure Fachschaft MACH/CIW
Beitrag vom : 
15.01.2017 - 22:45